madmaharaja
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13.6.10 22:45


Englisch-Übersetzungen und Lektorat

Hiermit unterbreche ich meine Blogpause für ein ganz kurzes Intermezzo:

Wollte an dieser Stelle nur eben einen Hinweis auf die von mir gestaltete und mit Contao umgesetzte Website meiner Frau Liz geben:

Falls also mal jemand eine gute Englisch-Übersetzerin, Lektorin oder Sprachtrainerin (Business Englisch Unterricht, Intercultural Communication ...) sucht, wisst ihr ja jetzt wo man fündig werden kann.  :-)

Die Eidgenossen werden unter folgender Adresse fündig: Denn da meine Frau Schweizerin ist, ist sie auch als Englisch-Übersetzer und Englisch-Lektor in der Schweiz tätig.

Eine weitere Seite jedoch mit Focus auf Englisch-Lektorat: lektorat-englisch.de

Und, wir sind stolz ankündigen zu können, dass Language Boutique nun auch in Berlin vertreten ist: Englisch-Lektorat und Übersetzung Deutsch-Englisch in Berlin

Was meine Bloggerei betrifft:

Dass ich so abrupt mit dem Bloggen aufgehört habe, hängt vor allem damit zusammen, dass ich nach Antritt meines Jobs in Köln vor mittlerweile mehr als zwei Jahren einfach nicht mehr genug Zeit dazu gefunden habe.

Seit einigen Monaten ist ja nun durch meinen Umzug zumindest die Pendelei weggefallen, sodass theoretisch wieder etwas mehr Zeit da sein sollte. Ich möchte auch gerne wieder beginnen zu bloggen – allerdings nicht ohne ein neues Konzept. Das heißt: Wenn ich zu der Einschätzung kommen sollte, dass es Themen gibt, zu denen ich wirklich regelmäßig etwas zu sagen habe und sagen möchte, dann werdet ihr wieder von mir an dieser Stelle (dann aber sicherlich mit einer generalüberholten Seite) hören ...

Viele Grüße aus Köln

Dave

7.3.09 20:33


KLEINER NACHTRAG ZU VERGANGENEN DONNERSTAG

Und >>SO<< sah tags darauf die Berichterstattung in der lokalen Zeitung zu >>DIESER GESCHICHTE<< aus.
14.12.06 01:36


KONVERSATION IN DER DÖNERBUDE

Heute nach der Arbeit habe ich mir noch eben einen Döner gegönnt. Dabei wurde ich Zeuge eines großartigen Dialogs zwischen einem betrunkenem russischen Kunden und dem türkischen Betreiber der Imbissbude:
"Ffffrauen sind ganz, gaanz wischtig!
Wir, wir alle kommen von eine Frau. Weißt du, wenn es nix Frauen gäbe, dann würde's auch keine Kinder geben!"
"Das stimmt. Aba Kinder sind auch wichtig! Denn ohne Kinder gäbe es kein Kindergeld!"
12.12.06 23:42


NACHTRAG ZUM VORIGEN BERICHT

Die Geschichte am Bahnhof ließ mich natürlich den ganzen Abend nicht los und so rief ich eben in der Klinik an, um mich nach der jungen Frau zu erkundigen.
Sie liegt wohl momentan noch im künstlichen Koma auf der Intensivstation und wurde operiert (hatte innere Verletzungen), aber ist im Endeffekt glimpflich davon gekommen. Wird anscheinend wohl alles wieder. Gott sei Dank!
Am Telefon meinte man übrigens zu mir, dass sich laufend irgendwelche Leute im Laufe des abends telefonisch erkundigt hätten, die wohl bei dem Vorfall dabei waren und kurioserweise alle angaben medizinisches Personal zu sein...
8.12.06 01:34


112 AM HAUPTBAHNHOF

19:10 Uhr, Bahnsteig an den Gleisen 8 und 9, Aachener Hauptbahnhof. Endlich Feierabend.
Ich steige aus meinem Zug und schlendere Richtung Treppe. Ich höre ein lautes Quieken. Ich schaue hoch -- ach so, der Zug fährt gerade wieder an.
Weiter Richtung Treppe. Da ist es wieder.
Nein, das ist kein mechanisch quietschendes Geräusch, wie man es schonmal an Bahnsteigen vernimmt, das ist... VERDAMMT!!! Ich sehe, wie eine junge Frau irgendwomit (ich glaube es ist ihre Tasche, die sie umhängen hat) in der mittlerweile geschlossenen Tür des rollenden Zuges festhängt und vom Zug mitgeschliffen wird. Mittlerweile schreit sie wie am Spieß. Sie gerät zwischen Zug und Bahnsteigkante.
OH GOTT!!! (das ist alles wozu ich im ersten Moment in der Lage bin zu "denken") Der Zug nimmt stetig an Geschwindigkeit zu. Ich renne hin -- sie schreit -- ich sehe nur noch ihren Oberkörper, wie er zwischen Zug und Bahnsteig gezerrt wird. OH GOTT, was tun?
Warum merkt denn kein Schaffner, kein Zugführer etwas? Warum zieht keiner im Zug die Notbremse? Warum hat bloß nie jemand Notbremsgriffe außen am Zug angebracht?
Von ihr ist jetzt gar nichts mehr zu sehen, sie ist nun komplett unter dem Zug.
Nein, sowas passiert in Filmen und in den Nachrichten, aber doch nicht am Aachener Hauptbahnhof! Mir wird ganz schlecht und mulmig. Reflexartig halte ich mir die Augen zu -- ich will das nicht sehen. Ich will nicht sehen, wie jemand stirbt! Ich fühle mich so hilflos.
Ich schaue wieder hin. Ich sehe sie nicht, aber ich höre neben dem ratternden Geräusch des Zuges immer noch ihre Schreie und weiß nicht, ob das gut ist, oder nicht. Ich bin fast an der Bahnsteigkante angekommen und zücke mein Handy, während der Zug langsam nun doch zum Stehen kommt -- 112.
"Hier ist jemand am Aachener Hauptbahnhof vom Zug erfasst worden. Gleis neun. Schicken Sie bitte schnell einen Notarzt!"
Ich bin an der Bahnsteigkante angekommen, lege auf (die beiden letzten "W-Fragen", die man in den Erste-Hilfe-Kursen eingebläut bekommt "Wer meldet?" und "Warten auf Rückfragen!" entfallen mir in diesem Moment) und traue mich fast nicht runter zu schauen. An der Stelle, wo ich sie zuletzt sah, ist nun genau das Ende des Zuges, der mittlerweile steht. Ich sehe sie. Sie liegt dort unten, zwischen Schiene und Bahnsteig. Das Gesicht etwas aufgeschürft, die Kleidung zerissen, sie winselt.
Ich springe zeitgleich mit drei anderen Männern runter auf die Gleise. Einer der Männer spricht sie an, sie murmelt irgendetwas, was ich nicht verstehe. Die Frau ist kreidebleich, aber hat die Augen geöffnet. Das einzig Sinnvolle, was mir in dem Moment einfällt, ist ihr die Beine hochzuhalten. Ich fühle mich immer noch ziemlich hilflos, aber höre mich innerlich sagen: "Du bist jahrelang Krankenpfleger auf einer Intensivstation gewesen -- du musst wohl oder übel jetzt ein paar Anweisungen geben." Doch dazu kommt es gar nicht erst. Ich höre wie der eine Mann den anderen fragt: "Sind sie Kollege?" (als [Ex-]Krankenpfleger weiß ich, dass das im Fachjargon soviel heißt wie: "Ich bin Arzt und höre an den Fachausdrücken, die Sie verwenden und sehe an der Art, wie Sie mit der Situation gerade umgehen, dass Sie höchstwahrscheinlich ebenfalls Arzt sind, oder?)
"Ja, ich bin Internist."
Irgendwie beruhigt mich das und bin froh, dass ich mich auf die Aufgabe beschränken darf der Frau die Beine hochzuhalten. "Hoffentlich, nimmt das alles ein glimpfliches Ende", denke ich mir.
Eine Frau beugt sich vom Bahnsteig zu mir herab und fragt, ob Sie helfen könne -- sie sei Ärztin. Ich teile ihr mit, dass sich hier unten bereits zwei Ärzte befinden.
Mittlerweile outet sich der dritte Mann, der neben der Frau kniet: "Ich bin der leitende Notarzt der Stadt Aachen."
Ja, Halleluja -- kleine Ärzteversammlung am Hauptbahnhof!

Die Frau ist bei Bewusstsein und hat Schmerzen am Rücken, linken Arm und Kopf, aber sie kann alles fühlen und bewegen. Das Personal der Deutschen Bahn versucht irgendwo eine Decke oder einen Notfallkoffer aufzutreiben. Fehlanzeige, gibt's nirgends. Nur Feuerlöscher.
Die Polizei steht am Bahnsteig und fragt mich, was sich zugetragen habe.
Der Rettungsdienst trifft ein.
Jemand übernimmt die Beine, ich klettere wieder auf den Bahnsteig, wo die Polizei meine Personalien zwecks Zeugenaussage aufnimmt. In dem Moment merke ich, wie ich selber am ganzen Körper zittere...

Es sieht so aus, als hätte heute Abend eine junge Frau in Aachen wahnsinniges Glück im fürchterlichen Unglück gehabt. Gott sei Dank!

Bloggen ist Therapie, danke für's Zuhören.
7.12.06 21:29


DA SOLL MAL EINER SAGEN DIE BIBEL HÄTTE NICHT RECHT!

Eine Frau, die ständig nörgelt, ist so unerträglich wie ein tropfendes Dach bei Dauerregen!

Sprüche 19, 13
5.12.06 20:32


VERGANGENEN SAMSTAG IN DÜSSELDORF

Als ich so die "Kö" entlang ging, stehen da doch tatsächlich drei Jungs, jeder mit einem Schild in der Hand "Kostenlose Umarmungen". Hab' mich voll gefreut und nachdem ich zugegebenermaßen schon vorbeigegangen war, habe ich nochmal gedreht und hab' mich umarmen lassen.
Das Originalvideo ist übrigens schon fast 7.500.000 mal auf YouTube angeschaut worden!
4.12.06 22:23


EIN HOCH AUF DIE WISSENSCHAFT

Ohne deren Forschung würden wir wohl nie Antworten auf die wirklich drängenden Fragen unserer Zeit erhalten!

gesehen bei Nelly
29.11.06 22:41


STRASSENMUSIKTOUR: BREMEN UND MÜNSTER -- THE END!

Hamburg – Bremen… Katzensprung nach inzwischen deutlich über 2.000 Kilometern! So ist die kleinere der norddeutschen Hansestädte schnell erreicht… Lisa und Tom (zwei ehemalige Kommilitonen von uns) erwarten uns ja auch schon. Da die Beiden ebenfalls feiern waren, ist gammeln angesagt. Wir bestellen uns Pizza und erzählen bei einem gemütlichen Becks noch etwas -- während sich alle noch angeregt unterhalten, schlummert Dave daneben auf der Riesen-Couch ein und lässt sich trotz des Trubels um sich herum nicht mehr aus dem Reich der Träume holen. Einige Zeit später folgt ihm aber der Rest der Truppe und fällt ebenfalls in die Federn.


Tom und Lisa vor ihrer Wohnung

Am nächsten Morgen –- Lisa und Tom mussten beide früh raus –- frühstücken wir erstmal eine Kleinigkeit. Da wir ja abgemacht hatten an diesem Tag richtig zu gammeln und außerdem ’ne ganze Menge Schlaf nachzuholen hatten, ist es schon Mittag. Zeit für Martin, sich auf den Weg zu machen, Nordlicht Anne zu treffen, die er seit sechs Jahren nicht gesehen hat. Die Gitarre ist schon mit dabei, da um kurz vor drei Treffpunkt zur Straßenmusik ist.

Bremen, 20.11.2006, 15 Uhr, 8 Grad, Nieselregen:
Endlich hat uns das dreckige Novemberwetter im Griff. Wir nutzen die Glasmarkise des Karstadt Sport, um nicht allzu nass zu werden und legen los. Und –- was sollen wir sagen -– die nächste Überraschung bahnt sich an. Bremen rockt. Trotz Usselwetter und angeschlagener Stimmen, erspielen wir uns in etwa 1 ¾ Stunden satte 140 Euro. Die Leute haben Spaß und freuen sich, dass wir (Originalzitat) „den Menschen bei dem fiesen Wetter eine Freude machen“. Danke, ebenso! Gar nicht auszudenken, was hier bei gutem Wetter machbar ist.

Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen ziemlich durchnässt, treten Torsten und Martin nach einer kurzen Stärkung im nächsten Nordsee-Restaurant den Heimweg an, während Dave noch eine Bekannte aus Oldenburg trifft. Jaja, wir haben uns ein Mammutprogramm aufgehalst +g+
Zurück im trauten Heim der Ex-Kommilitonen werden erstmal die Sachen auf der Heizung getrocknet. Kaum sind die unsere Gastgeber wieder da, gehen Tom und Martin alles Nötige einkaufen, um eine Traumlasagne zuzubereiten. Der erste Rotwein ist schnell geöffnet und wir läuten zusammen mit Lena -– einer lieben Bekanntschaft des letzten Hurricane-Festivals -- langsam den gemütlichen Teil des Abends ein. Die Lasagne schmeckt und die nächsten Rotweinflaschen fallen unserer guten Laune schnell zum Opfer. Irgendwann ist auch Dave wieder im Lande und trotz aller guten Vorsätze sind wir erst gegen zwei wieder im Bett.

Am Morgen des 21sten genießen wir schon wieder den Luxus, ausschlafen zu können und nachdem wir uns von unseren Gastgebern verabschiedet haben -– Danke, kaum irgendwo anders kann man so gut „abschimmeln“ -– treten wir den Heimweg an… allerdings mit Zwischenstation in Münster.


Letztlich ist uns das Wetter mehr als hold gewesen. Nachdem es auf der Fahrt nach fast dauerhaft geregnet hat, ist es in der City absolut trocken! Der Flair stimmt auch, insbesondere als es dunkel geworden ist. Wir füllen unsere Reisekasse abschließend noch mal mit rund 100 Euronen, die wir in 1 ¼ Stunden verdienen, stärken uns an einem HotDog-Stand, an dem wir die Getränke ob unserer „schönen Darbietung“ noch geschenkt bekommen und treten endlich die endgültige Heimreise an. Oh, ehe wir das vergessen: Münster hat die schönsten jungen Mütter (die sich allen Ortes als unsere Haupt-Zielgruppe erwiesen haben -- Mütter mit Kinderwagen schmeißen fast immer was in den Koffer rein bzw. lassen die Kinder schmeißen)!


Tourposter ohne Text

Ein schwerer Unfall auf der A4 zwingt uns, früher abzufahren, weshalb wir Torstens Familie noch einen kurzen Besuch abstatten und den Jung gleich da lassen. Anschließend besuchen wir noch Daves Eltern und bekommen noch ein leckeres Omelett zur Verkostung. Gegen 23 Uhr sind wir dann endgültig wieder in der Aachener Heimat…
Sauviel erlebt und irgendwie auch etwas geschafft…
Fast 3000 Kilometer bei denen wir 880 Euro auf den Straßen der Republik (und in der Schweiz... und in einer Hamburger Cafébar) verdient und auch wieder komplett wieder auf den Kopf gehauen haben -- aber immerhin: wir haben die kompletten Spritkosten, sämtliche Fastfood-Mahlzeiten, unsere Feiereien und die beiden Hostels davon bestreiten können. Ist irgendwie ein cooles Gefühl so von der Hand in den Mund zu leben. Da spürt man noch so richtig, wie man sich das Essen kurz zuvor verdient hat.
Naja, jetzt erstmal alles sacken lassen… war hoffentlich nicht die letzte Straßenmusiktour, auch wenn jetzt rein arbeitstechnisch wohl der Ernst des Lebens für uns beginnt.
In diesem Sinne…
28.11.06 22:40


STRASSENMUSIKTOUR: HAMBURG -- TEIL II

An dieser Stelle muss ich mich mal gerade beim Martin bedanken. Vor der Tour hatten wir abgemacht, dass wir zusammen das Reisetagebuch führen würden und das dann zeitgleich auf beiden unseren Blogs veröffentlichen würden. Nunja, während der Tour sah die Arbeitsteilung halt noch so aus, dass ich immer Auto gerfahren bin und Martin immer während der Fahrt getippt hat. Seitdem wir aber wieder zurück sind, bin ich nicht dazu gekommen, selber etwas zu schreiben, so dass immer noch alle Einträge aus Martins Feder stammen... Will mich ja nicht mit fremden Lorbeeren schmücken!
Nun, aber zum Bericht...

Am nächsten Morgen ist Biene schon wieder bei der Probe - die Wohnung ist uns. Nach der Morgenpflege geht’s dann direkt zurück ins May, da Marzias Papa uns zum Brunch eingeladen hat. Wir lassen uns das Frühstück schmecken, um anschließend die Stadt zu rocken. Mit Marzia, Jessica und Sarah in der City angekommen, trennen wir uns aber schon wieder von den Mädels, weil sie auf Shoppingtour gehen wollen.

Hamburg, 18.11.2006, 12 Uhr, 12 Grad, bewölkt:
Schnell ist ein lauschiges Plätzchen gefunden und wir packen die Klampfen und Schellenkränze aus. Entgegen der Erfahrungen, die Torsten und Dave bei ihrer letzten Straßenmusiktour vor Jahren gemacht hatte, dass das Nord-Südgefälle einnahmetechnisch zu lasten des Nordens ginge, sind die Hamburger sowohl begeisterungsfähig, als auch spendierfreudig. So machten wir nach zwei Ortswechseln rund 100 Öre in einem Stündchen. Dabei darf nicht unerwähnt bleiben, dass Hamburg auch den Effektivitätsrekord hält. An unserem letzten Platz verdienen wir in ca. 15 Minuten fast 50 Euro. Besser geht’s nicht! Leider können wir aber nicht mehr länger bleiben, weil wir Marzias Auftritt am Abend nicht verpassen wollen.

Eine knappe Stunde Bahnfahrt entfernt in einem anderen Hamburger Stadtteil findet nämlich heute Abend ein Konzert ihres Gospelchors statt. Nach klassischer Stärkung mit Currywurst und Pommes treffen wir in der evangelischen freikirchlichen Gemeinde ein und lauschen den überwiegend weiblichen Stimmen. Die Leute haben mächtig Spaß, weshalb drei Zugaben gesungen werden müssen, ehe das Ensemble entlassen wird.


Marzia & friends während des Auftritts

Unsere Truppe für die Nacht bekommt weiteren Zuwachs. Zum einen von Sven, der wohl einfach – wie wir auch – Bock hat, gleich den Kiez unsicher zu machen, zum anderen von Sophie, der wir ein Kompliment für ihren „touch“ in der Stimme machen, der einem Schauer über den Rücken jagen kann… wir gehen aber mal davon aus, dass das nicht der Grund dafür war, dass sie uns begleitet.

Wir machen uns jedenfalls zu acht auf den Weg zu Marzias Wohnung, gönnen uns ein, zwei Wegbier (natürlich stilecht das gute Astra!), machen uns noch mal kurz frisch und entern endlich den berühmten Kiez. Mannmannmann! Größer als gedacht. Und mehr Neonlicht. Und überhaupt. Nachdem wir uns durch die „Große Freiheit“ gekämpft haben, ein weiteres Bier erstanden und uns von den Ladies durch die Herbertstraße haben jagen lassen, schlendern wir die Reeperbahn entlang und steuern den Club Molotov an. Vorher musste sich Dave aber noch Folgendes anhören: „So, Ficken?“ Sorry für die Ausdrucksweise, aber Zitat ist Zitat.


Torsten & Dave, Könige des Kiez

Im Molotov werden wir langsam warm und treffen außerdem eine Freundin von Marzia, Steffi, die sich unserer Truppe anschließt. Die Musik ist aber ziemlich 80ies-like, weshalb wir weiterziehen und Bei Rosie landen. Da ist die Musik besser, so dass Torsten und Martin nicht umhin kommen, geschmeidige zwei Stunden mit Steffi, Marzia und Sophie „abzusteppen“… auf etwa 1 ½ Quadratmetern. Nicht unerwähnt bleiben darf die wohl schlechteste Pizza auf diesem Planeten, die wir uns zwischendurch gegen den aufkommenden Hunger gegönnt haben. Der Preis von rund 2 Euro war einfach zu verlockend, doch der unförmige Fladen ohne Tomate, dafür aber mit billigem Käse, ist keinen Cent davon wert.

Gegen kurz nach Sechs steuern wir dann den Fischmarkt an, ohne den man Hamburg nicht wirklich gesehen hat. Die große Halle ist erstaunlich gemütlich, leider haben wir keinen Hunger mehr, sonst hätten wir uns einen fangfrischen Fisch gönnen können. So tun wir nur etwas für unser schlechtes Gewissen, denn wir müssen ja schon wieder die gute Biene aus dem Bett klingeln. Also kaufen wir an einem Blumenstand den ersten Strauß des Tages, nehmen eine Taxe zu Marzia, von wo aus uns der fast stocknüchterne Dave zu unserem Schlafplatz fährt – inklusive Blitz-Einlage! Gegen viertel nach Sieben kommen wir in der schon vertrauten 1 ½-Zimmer Wohnung an, überreichen den Strauß und fallen in die Federn.

Nach viel zu kurzer Zeit geht das Telefon. Marzia hat Frühstück gemacht und erwartet uns in Kürze bei sich zu Hause.


Leckerlecker...

Wir quälen uns unter die Dusche und fahren nach vier(?) Stunden Schlaf an den gedeckten Tisch. Irgendwie sind wir gar nicht so müde und wir chillen langsam in den Tag. Nachdem sich Sarah und Jessica gen Frankfurt verabschiedet haben, machen wir mit Marzia noch ein bissel Musik, ehe wir den kurzen Weg nach Bremen antreten – die letzte Station auf unserer schönen Tour.

Abschiedsfoto mit Marzia
26.11.06 20:34


STRASSENMUSIKTOUR: HAMBURG -- TEIL 1

Der Weg nach Hamburg ist eigentlich recht easy und das Schauspiel am Himmel echt beeindruckend.

Blick aus dem Auto

Aber die Stadt selber erweist sich als harter Brocken. Unsere Falk-Wegbeschreibung führt uns in die Irre (an unserem hervorragend ausgeprägten Orientierungssinn kann es ja nu nicht liegen!), weshalb wir vorsichtshalber eine Tanke anfahren. Ein Pärchen vor uns sucht den gleichen Anhaltspunkt wie wir (die Kennedybrücke), weshalb wir ihnen kurzerhand hinterher fahren. Die Beiden haben allerdings auch keinen Plan… es bleibt also nur der Griff zum Telefon. Unsere Gastgeberin Marzia lotst uns dann aber ziemlich sicher zu unserem Ziel, einer schönen 100 qm Eigentumswohnung mit allem was das Herz begehrt.

Da Marzia aber noch Kulturprogramm mit der Familie vor sich hat, gehen wir erstmal mit ihren zwei Freundinnen Jessica und Sarah zum Italiener. Nachdem wir lecker gegessen haben, müssen wir auch schon unsere Sachen packen und zur Cafebar May fahren, unserem Spielort des heutigen Abends. Premiere für uns, wie auch für Chefin Martha. Die Nervosität hält sich aber in Grenzen, da die Leute alle sehr nett und entspannt sind und wir außerdem frei trinken dürfen und uns erstmal ein Becks gönnen. Nach Aufbau und Mini-Soundcheck, fangen wir gegen 21:20 Uhr das erste Set an. Nach einigen Nummern steht plötzlich eine Mitt- bis Endzwanzigerin vor uns und eröffnet uns zu unserer großen Überraschung: Ich glaube, ihr drei schlaft heute bei mir!
Wow! Wir haben immer wieder mal Telefonnummern auf Zetteln in unserem Gitarrenkoffer wiedergefunden oder wurden nach Telefonnummern gefragt, aber so direkt hatte uns noch niemand angegraben! Leider ist der Spruch dann doch nicht als ungewöhnlich verpacktes Kompliment gemeint –- vor uns steht „Biene“, mit der Marzia abgesprochen hat, dass wir bei ihr nächtigen dürfen. Auch gut. Als nach und nach alle bekannten Gesichter eintreffen und Marzia noch drei Nummern mit uns gesungen hat, ist fast schon wieder alles vorbei. Drei Stunden Programm plus Zugabe neigen sich ihrem Ende zu.
Hier ein Video von unser Live-Performance des Songs "Genie in a bottle" in Hamburg. Enjoy:

Vielen Dank an Marzia für die Videoaufnahme!

Marzia ist dann noch so nett, mit der Mütze rumzugehen, um unsere Weiterfahrt finanziell zu sichern und obwohl keine Gage abgesprochen war, drückt uns Martha noch eine kleine Brottüte in die Hand… unsere erste Lohntüte!


Wir dürfen wiederkommen

Anschließend sitzen wir noch ein bisschen in kleiner Runde, der auch Martha und Barmann Ali angehören, zusammen, lassen den Abend gemütlich ausklingen, erzählen und freuen uns auf Tag zwei in Hamburg. Der obligatorische Blick auf die Uhr zeigt irgendwas nach zwei Uhr an, weshalb wir uns auf den Weg zu Bienes Wohnung machen. Sie selbst liegt schon lange in den Federn, da sie morgen früh raus muss.

Bei ihr angekommen dann die Überraschung: Die Wohnung ist nicht gerade riesig –- wir schlafen in Bienes Schlafzimmer. Tja. Also schnell die Luftmatratze mit dem röhrenden Elektromotor aufgepumpt und ganz schnell einschlafen, damit wir gar nicht erst ein schlechtes Gewissen bekommen…
23.11.06 17:54


STRASSENMUSIKTOUR: DER OSTEN DER REPUBLIK

Von München aus, machen wir uns an Olympiastadion und Allianzarena vorbei auf den Weg nach Dresden.



Aufgrund akuten Schlafmangels zieht sich der Weg wie Kaugummi. Besonders Dave, der als Fahrer kein Auge zumachen kann, ist – im Osten angekommen – ziemlich fertig. Unsere Gastgeberin Steffi empfängt uns im (halbfertigen) 130 qm Haus, wo wir Quartier beziehen und erstmal ein Stündchen chillen. Da wir außerdem ziemlich hungrig sind, beschließen wir beim Chinesen um die Ecke einen Happen zu uns zu nehmen. Um schneller dorthin zu kommen, nehmen wir eine Abkürzung durch ein kleines Waldstück und schon nimmt das Übel seinen Lauf. Denn plötzlich hört man Torsten fluchen… er hat sich vertreten… in einen gewaltigen Hundehaufen! Nachdem das Zeug notdürftig abgekratzt ist und der Gute sich einigen Spott hat gefallen lassen müssen, halten wir es beim Chinamann nur solange aus, bis besagter Schuh seine Düfte bis über die Tischkante geschickt hat. Da wir in der Zeit aber unser Mahl zu uns nehmen konnten, verlassen wir den Laden, um uns auf den Heimweg zu machen… um den Wald herum.


Das böse Waldstück

Nichtsdestotrotz gibt kurze Zeit später Martin einen ungläubigen Laut von sich. "Das kann doch nicht…". Doch, es kann! Zweimal Stuhl am Schuh an einem Abend. Unfassbar!
Vor der Haustür geben die zwei Geschädigten alles, um dem braunen Senf zu Leibe zu rücken, während Dave schadenfreudig mit dem Kopf schüttelt. Mit dem Gartenschlauch wird das Schuhwerk abgespritzt und draußen zurückgelassen. Es sollen ja keine Reste in die Wohnung getragen werden. Nach einem gemütlichen Abschlussglühwein und Plausch machen wir dann auch, dass wir schnell in die Pofe kommen, sind wir doch – wie bereits erwähnt – ziemlich groggy.

Da Steffi am nächsten Morgen leider früh zur Probe muss, sind wir im Haus alleine. Nachdem wir den Schlaf aus den Augen gerieben haben, schauen wir überrascht auf den kleinen Läufer, vor unserem Matratzenlager. Dort liegt, völlig unschuldig, ein etwa Ferrero Rocher großes Kügelchen. Hmmm? Martin hat doch gestern die Potpourri-Schale angestoßen und einen Teil des Inhalts auf dem Boden verteilt. Haben wir wohl vergessen, wieder an seinen angestammten Platz zu legen. Ein kurzer Blick in die Schale zeigt aber, dass dort eigentlich nur getrocknete Blütenblätter zu finden sind, von denen Dave eins zum Vergleich zugeworfen bekommt. Der drückt das Blattwerk kurzerhand in die Kugel, um sie einer ausführlichen Musterung zu unterziehen. Um was es sich handelt, können wir nur herausfinden, wenn wir das Objekt einem Geruchstest unterziehen -– da sind wir uns sicher. Da Dave das Ding ja schon in der Hand hat, braucht er es nur Richtung Nase zu führen. Als sich das Objekt etwa einen Zentimeter von seiner Nase entfernt befindet und er einen tiefen Atemzug nimmt, springt er wie von einer Tarantel gestochen, die Beute loslassend, nach hinten und schreit: "Iiiiiiihhhhhhhhhhhhh!!!".
Nicht zu fassen, aber unser "Rocher" ist tatsächlich mal hinten aus einem Hund (oder Hirsch??) rausgekommen. Aber wie soll das gehen? Das Ding ist in perfekter Kugelform, wie ein Liebesbeweis eines Mistkäfers dort plaziert gewesen und selbst wenn es sich um etwas handeln sollte, in das Martin und Torsten am Vorabend reingetreten sind -- ihre Schuhe hatten sie doch gesäubert und gleich vor dem Haus gelassen?!
Ein kurzer Check von Daves Schuhen gibt Aufschluss über die Herkunft der Knolle. Wir haben es tatsächlich geschafft an einem Abend alle drei in Exkremente zu treten. Reife Leistung! Allerdings grenzt es schon fast an ein Wunder, dass nachts in der Dunkelheit keiner von uns Dreien Barfuß in die Kugel reingetreten ist -- schließelich mussten wir alle über besagten Teppichläufer gehen!
Naja, das fiese Teil wird jedenfalls schnellstens entsorgt und wir sind wieder um eine Anekdote reicher.

Dresden, 16.11.2006, 13 Uhr, 14 Grad, sonnige Abschnitte:
Frisch gemacht, statten wir dann der Dresdener City einen Besuch ab und rocken etwa 1 ½ Stunden. Die Mentalität der Leute scheint tatsächlich noch durch Erichs harte Jahre beeinflusst, denn die ältere Generation mustert uns überwiegend kritisch bis abschätzig, doch glücklicherweise gibt es auch eine Reihe Menschen, die sichtlich Gefallen an unserer Performance finden, somit gehen etwa 78 Euro in die Reisekasse.

Anschließend besuchen wir noch die Altstadt mit der frisch erneuerten Frauenkirche, die wirklich beeindruckend ist, schauen anschließend noch kurz im Titus-Store vorbei, in der Hoffnung ein nettes Schnäppchen zu entdecken, und machen uns dann auf den langen Weg nach Berlin…

Die drei lustigen Vier vor der Frauenkirche

BERLIN
Wir haben Bock auf Burger King! Auf der Autobahn zwischen Dresden und Berlin gibt es aber ausschließlich McDonalds. Braucht kein Mensch! Als unsere Augen vor lauter Suchen anfangen zu brennen und sich langsam Resignation breit macht, geben wir’s auf und konzentrieren uns auf den Weg. Als wir am Berliner Bahnhof Südkreuz nach dem Weg fragen, dann die Sensation: Erstens sind wir so gut wie am Ziel und zweitens beherbergt der Bahnhof einen Burger King. Juhuuuhh!

Kurz danach kommen wir bei Matze und Anne an, unseren Gastgebern für die Nacht. Nach kurzer Verschnaufpause fahren wir gemeinsam nach Kreuzberg und trinken ein paar Bier im Franken. Nette Atmosphäre, gemütlicher Laden -– fehlt nach ein paar Bier nur noch das zweite Abendbrot (naja, eher Nachtsnack). Um die Ecke ist ein libanesischer Schnellimbiss, der ein paar ziemlich leckere Spezialitäten am Start hat, an denen wir uns gütlich tun.
Als eine Stimme plötzlich "Nä!!" ruft, traut der Martin seinen Augen nicht, denn da steht sein alter Mediengestalter-Kollege Jan, der gleich zum Plausch eingeladen wird. Berlin hat ja nur 3 ½ Millionen Einwohner – kann ja schon mal passieren so was! Zurück in der Wohnung gönnen wir uns ein gute-Nacht-Bier, erzählen noch was und erschrecken leicht, als wir irgendwann auf die Uhr gucken. Die Zeiger müssen irgendwie gegen 4 stehen geblieben sein…

Also gehen wir flott in die Heia… es ist auch an der Zeit Torstens riesige selbstaufblasbare Luftmatratze auszuprobieren. Sie bewährt sich –- wir schlafen wie die Babys! Leider auch wieder nur vier oder fünf Stunden. Naja, nach kurzem Frühstück geht’s Richtung Ku’damm zum Zocken.

Berlin, 17.11.2006, 12 Uhr, 13 Grad, bewölkt:
Wir finden einen netten Platz in der Nähe des KaDeWe, eine geschlossene Holz-Weihnachtsbude im Rücken, und legen los. Die Akustik ist wegen der Wand hinter uns super, aber die Leute wirken irgendwie gestresst und verdrossen. Plötzlich taucht allerdings ein weiteres bekanntes Gesicht auf. Moritz, Ex-Aachener Student, zückt seine Handy-Cam und fotografiert uns. Berlin ist ein Dorf! Das Bild und seine Reaktion kann man sich >>hier<< ansehen. Nach kurzer Unterhaltung, muss er allerdings weiter.
Wir haben nach insgesamt eineinhalb Stunden und lediglich 47 Euronen auch keine Lust mehr -– immerhin haben wir einer Konzertveranstalterin eine Karte mitgegeben, wer weiß, was da noch geht.

Da wir heute noch in Hamburg erwartet werden, fahren wir zu Matze und Anne zurück, bedanken uns für Unterkunft und abendliche Rundführung, packen unsere Sachen und machen uns auf den Weg in Deutschlands größte Hansestadt.

Abschiedsgepose in Berlin mit Matze -- leider ohne Anne
22.11.06 23:02


STRASSENMUSIKTOUR: DER LANGE WEG NACH MÜNCHEN

Freiburg, 14.11.2006, 15 Uhr, 13 Grad, bewölkt:
Anschließend soll es gen München gehen, doch als uns die Autobahnausfahrt Freiburg anlächelt, können wir nicht widerstehen („Drei egal sind ein ja)“und machen einen kurzen Abstecher in die gut besuchte Fußgängerzone. Die Anwesenden sind schnell zu begeistern (siehe Foto) und freuen sich mit uns über die gute Musik. Nach knapp 40 Minuten sind immerhin 46 Öre mehr im Säckel, von denen ein Teil bei Mac Dreck umgesetzt wird.


The Audience

Nach langer Fahrt erreichen München wir erst gegen 10 Uhr. Dort treffen wir Torstens Freund Christian, der leider nicht genug Platz in seinem Appartement hat, dafür aber Lust ein paar „Helle“ mit uns zu trinken. Danach geht’s zum „Wombats“, dem Youth Hostel, wo wir kurz vorher eingecheckt haben. Da gönnen wir uns noch einen Absacker, um in der Lobby noch eine kleine „Band“-Probe einzulegen.

Kurz vorher haben wir erfahren, dass fünf Koreaner unser Achtbettzimmer beziehen, von denen eine so unglücklich aussieht, dass wir sie mit in die Lobby nehmen, um sich an der Musik zu erfreuen. Nachdem wir erst etwas skeptisch sind, ob unsere neue asiatische Freundin etwas mit unserem Geschrammel anfangen kann, gibt ein Brief am nächsten Morgen Aufschluss über ihren Gemütszustand. Außerdem bekommt jeder von uns ein original koreanisches „Klümpchen“ zur Verkostung. Lecker… oder doch nicht
… lecker… irgendwie… schmeckt anders als es aussieht, aber… lecker. Danke für Beides!


Der berühmte asiatische Brief

Die 4 ½ Stunden Schlaf sind zwar etwas wenig, aber ein tolles Frühstück im C&A-Cafe (4,50 für’s komplette Buffett!) weckt unsere Lebensgeister wieder, weshalb wir im Anschluss endlich ab in die Fußgängerzone zum Geldverdienen ziehen können.

München, 15.11.2006, 12 Uhr, 18 Grad (gefühlte 35 in der Sonne), sonnig:
Wechselbad der Gefühle in der City. Das Wetter ist der absolute Wahnsinn - keine Wolke am Himmel zu sehen, aber wir benötigen eine Lizenz zum spielen. Das Teil ist aber schnell besorgt und wir können Gas geben.

Die Leute sind gerade in Geberlaune, da bekommen wir Besuch von zwei Ordnungshütern. Da wir ja eine Lizenz haben, kein Problem… wäre da nicht die berüchtigte Münchner Arroganz. Dummerweise haben wir eine Lizenz für den Nachmittag bekommen (obwohl wir ausdrücklich darauf hingewiesen haben, dass wir JETZT SOFORT, also vormittags spielen wollen), und das geht ja nun mal gar nicht. Wenn wir also nicht sofort aufhören zu spielen („…und machen Sie den Koffer zu, das ist sonst Bettelei!“), kriegen wir „eine fette Anzeige“. Schön, Herr Kommissar – Danke, setzen, sechs! Arsch! Sein deutlich freundlicherer Kollege kann sich gegen des Stänkerers Dominanz leider nicht Durchsetzen, also packen wir unseren Kram provisorisch und tigern zum Amt zurück. Die geben uns glücklicherweise ein geändertes Formular (jetzt grün statt rosa – muss ja alles seine Richtigkeit haben!), welches uns berechtigt, vormittags zu spielen.

Also schnell unsere Sachen wieder aufgebaut und weiter im Text. Hoffentlich kommt unser grüner Freund noch mal vorbei +harr+ …kommt er nicht. Nachdem sich gerade wieder eine freundliche Menge eingefunden hat, macht sich ein weiteres bayrisches Urgestein bemerkbar. Der Geschäftsführer(?) eines nahe gelegenen Ladens kommt wie Monsieur Cholerik persönlich angestampft und blafft uns an, dass wir das ja gar nicht dürfen und wir sofort aufhören müssen. Wir sollen auch gar nicht erst anfangen zu diskutieren, da er sonst die Polizei holen wird (naja, die kennen wir ja schon…). Außerdem würde den Leuten die Musik eh auf die Nerven gehen.

Eine kurze Rückfrage bestätigt uns zwar das Gegenteil, aber da wir nicht geistesgegenwärtig genug sind, darauf zu bestehen, dass wir uns nicht vom Fleck bewegen, wenn der Herr Generalintendant nicht etwas freundlicher wird (und wir außerdem eh nur noch 5 Minuten spielen dürften), geben wir seinem stinkenden Ego einen weiteren Schub und packen unsere Sachen. Da noch einige Leute vorbeikommen, den Beutel weiter füllen und bedauern, dass wir gehen müssen, können wir einigermaßen besänftigt von dannen ziehen. Alles wird gut!


Sieht aus wie fake, is' aber echt...der Blitz ist schuld
21.11.06 00:15


STRASSENMUSIKTOUR: BASEL, WE HAVE A PROBLEM!

Der Weg nach Basel gestaltet sich abenteuerlich. Wie erwähnt, ist der eigentliche Tour-Bus einem Unfall zum Opfer gefallen, weshalb mein altes Schätzchen, ein 94er Fiat Punto, zum Transport herhalten muss. Nach etwa 100 Kilometern geht ein kurzes Rucken durch den Wagen. Als sich der Spaß 2 Minuten später wiederholt, gibt es erste Überlegungen, ob unser Schmuckstück vielleicht doch ein kleines Problem haben könnte. Ich muss dazu sagen, dass meine Tankanzeige seit einigen Monaten nicht mehr funktioniert, aber da ich den Wagen inzwischen doch ziemlich gut kenne, weiß ich, dass der Wagen in der Regel locker 600 - 650 km weit mit einer Tankfüllung kommt. Von daher (wir waren insgesamt erst gut 500 gefahren) können wir Benzinmangel wohl ausschließen -- oder doch nicht?

Vorsichtshalber verlassen wir die Autobahn an der nächsten Abfahrt, um die nächste Tanke anzusteuern.
Welche Tanke? Als wir nach einigen Kilometern immer weiter in die Pampa geraten sind, und auch versierteste Anwohner uns nicht wirklich weiterhelfen können, der Wagen außerdem bockt wie ein liebeskranker Esel, beschließen wir nahe einer Autowerkstatt anzuhalten. Glücklicherweise haben wir einen Benzinkanister dabei, dummerweise ist der aber leer. Naja, also geht's per Anhalter mitsamt Benzinkanister zur etwa zwei Kilometer weiter gelegenen Tankstelle und ebenso auch wieder zurück. Nach gelungener Rettungsaktion, schnurrt unser Tiger mit löchrigem Auspuff wieder wie eine heisere Hauskatze.


Auf dem Weg nach Basel dann der nächste Schocker:
Martin: „Habt ihr eigentlich eure Ausweise am Start?“
Torsten: “Ja sicha!“
„Dave?“
Dave: „Ähhh…#$§%*grmpf“

Telefon: “Basel, wie have a problem…”.
Glücklicherweise hat Basel dann die Lösung in Form einer grünen Grenze in Lörrach parat, an der wir tatsächlich ohne kontrolliert zu werden ins eidgenössische Land einfahren können.
„Puhhh!“, alles wird gut!

Bei lieben Freunden (Liz und Romana) vergessen wir den Stress schnell, da das tolle Essen, der Wein, das noch schnell besorgte schweizer Fassbier und die von unseren Gastgeberinnen organisierte nette Partymeute (ca. 20 Mann stark) uns die erhoffte Entstressung leicht machen.



Basel, 14.11.2006, 11 Uhr, 15 Grad, sonnige Abschnitte:
So geht es nach einem gelungenen Abend inklusive Privatauftritt und Spüleinlage am nächsten Vormittag in die Baseler Innenstadt zum nächsten offiziellen Gig. Zwischen zwölf und eins ist dort zwar nicht viel los, aber die paar Gönner die sich finden, lassen sich nicht lumpen, weshalb trotzdem rund 75 schwitzer Fränkli ins Gitarrenköfferli wandern.
20.11.06 10:35


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