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STRASSENMUSIKTOUR: DER OSTEN DER REPUBLIK

Von München aus, machen wir uns an Olympiastadion und Allianzarena vorbei auf den Weg nach Dresden.



Aufgrund akuten Schlafmangels zieht sich der Weg wie Kaugummi. Besonders Dave, der als Fahrer kein Auge zumachen kann, ist – im Osten angekommen – ziemlich fertig. Unsere Gastgeberin Steffi empfängt uns im (halbfertigen) 130 qm Haus, wo wir Quartier beziehen und erstmal ein Stündchen chillen. Da wir außerdem ziemlich hungrig sind, beschließen wir beim Chinesen um die Ecke einen Happen zu uns zu nehmen. Um schneller dorthin zu kommen, nehmen wir eine Abkürzung durch ein kleines Waldstück und schon nimmt das Übel seinen Lauf. Denn plötzlich hört man Torsten fluchen… er hat sich vertreten… in einen gewaltigen Hundehaufen! Nachdem das Zeug notdürftig abgekratzt ist und der Gute sich einigen Spott hat gefallen lassen müssen, halten wir es beim Chinamann nur solange aus, bis besagter Schuh seine Düfte bis über die Tischkante geschickt hat. Da wir in der Zeit aber unser Mahl zu uns nehmen konnten, verlassen wir den Laden, um uns auf den Heimweg zu machen… um den Wald herum.


Das böse Waldstück

Nichtsdestotrotz gibt kurze Zeit später Martin einen ungläubigen Laut von sich. "Das kann doch nicht…". Doch, es kann! Zweimal Stuhl am Schuh an einem Abend. Unfassbar!
Vor der Haustür geben die zwei Geschädigten alles, um dem braunen Senf zu Leibe zu rücken, während Dave schadenfreudig mit dem Kopf schüttelt. Mit dem Gartenschlauch wird das Schuhwerk abgespritzt und draußen zurückgelassen. Es sollen ja keine Reste in die Wohnung getragen werden. Nach einem gemütlichen Abschlussglühwein und Plausch machen wir dann auch, dass wir schnell in die Pofe kommen, sind wir doch – wie bereits erwähnt – ziemlich groggy.

Da Steffi am nächsten Morgen leider früh zur Probe muss, sind wir im Haus alleine. Nachdem wir den Schlaf aus den Augen gerieben haben, schauen wir überrascht auf den kleinen Läufer, vor unserem Matratzenlager. Dort liegt, völlig unschuldig, ein etwa Ferrero Rocher großes Kügelchen. Hmmm? Martin hat doch gestern die Potpourri-Schale angestoßen und einen Teil des Inhalts auf dem Boden verteilt. Haben wir wohl vergessen, wieder an seinen angestammten Platz zu legen. Ein kurzer Blick in die Schale zeigt aber, dass dort eigentlich nur getrocknete Blütenblätter zu finden sind, von denen Dave eins zum Vergleich zugeworfen bekommt. Der drückt das Blattwerk kurzerhand in die Kugel, um sie einer ausführlichen Musterung zu unterziehen. Um was es sich handelt, können wir nur herausfinden, wenn wir das Objekt einem Geruchstest unterziehen -– da sind wir uns sicher. Da Dave das Ding ja schon in der Hand hat, braucht er es nur Richtung Nase zu führen. Als sich das Objekt etwa einen Zentimeter von seiner Nase entfernt befindet und er einen tiefen Atemzug nimmt, springt er wie von einer Tarantel gestochen, die Beute loslassend, nach hinten und schreit: "Iiiiiiihhhhhhhhhhhhh!!!".
Nicht zu fassen, aber unser "Rocher" ist tatsächlich mal hinten aus einem Hund (oder Hirsch??) rausgekommen. Aber wie soll das gehen? Das Ding ist in perfekter Kugelform, wie ein Liebesbeweis eines Mistkäfers dort plaziert gewesen und selbst wenn es sich um etwas handeln sollte, in das Martin und Torsten am Vorabend reingetreten sind -- ihre Schuhe hatten sie doch gesäubert und gleich vor dem Haus gelassen?!
Ein kurzer Check von Daves Schuhen gibt Aufschluss über die Herkunft der Knolle. Wir haben es tatsächlich geschafft an einem Abend alle drei in Exkremente zu treten. Reife Leistung! Allerdings grenzt es schon fast an ein Wunder, dass nachts in der Dunkelheit keiner von uns Dreien Barfuß in die Kugel reingetreten ist -- schließelich mussten wir alle über besagten Teppichläufer gehen!
Naja, das fiese Teil wird jedenfalls schnellstens entsorgt und wir sind wieder um eine Anekdote reicher.

Dresden, 16.11.2006, 13 Uhr, 14 Grad, sonnige Abschnitte:
Frisch gemacht, statten wir dann der Dresdener City einen Besuch ab und rocken etwa 1 ½ Stunden. Die Mentalität der Leute scheint tatsächlich noch durch Erichs harte Jahre beeinflusst, denn die ältere Generation mustert uns überwiegend kritisch bis abschätzig, doch glücklicherweise gibt es auch eine Reihe Menschen, die sichtlich Gefallen an unserer Performance finden, somit gehen etwa 78 Euro in die Reisekasse.

Anschließend besuchen wir noch die Altstadt mit der frisch erneuerten Frauenkirche, die wirklich beeindruckend ist, schauen anschließend noch kurz im Titus-Store vorbei, in der Hoffnung ein nettes Schnäppchen zu entdecken, und machen uns dann auf den langen Weg nach Berlin…

Die drei lustigen Vier vor der Frauenkirche

BERLIN
Wir haben Bock auf Burger King! Auf der Autobahn zwischen Dresden und Berlin gibt es aber ausschließlich McDonalds. Braucht kein Mensch! Als unsere Augen vor lauter Suchen anfangen zu brennen und sich langsam Resignation breit macht, geben wir’s auf und konzentrieren uns auf den Weg. Als wir am Berliner Bahnhof Südkreuz nach dem Weg fragen, dann die Sensation: Erstens sind wir so gut wie am Ziel und zweitens beherbergt der Bahnhof einen Burger King. Juhuuuhh!

Kurz danach kommen wir bei Matze und Anne an, unseren Gastgebern für die Nacht. Nach kurzer Verschnaufpause fahren wir gemeinsam nach Kreuzberg und trinken ein paar Bier im Franken. Nette Atmosphäre, gemütlicher Laden -– fehlt nach ein paar Bier nur noch das zweite Abendbrot (naja, eher Nachtsnack). Um die Ecke ist ein libanesischer Schnellimbiss, der ein paar ziemlich leckere Spezialitäten am Start hat, an denen wir uns gütlich tun.
Als eine Stimme plötzlich "Nä!!" ruft, traut der Martin seinen Augen nicht, denn da steht sein alter Mediengestalter-Kollege Jan, der gleich zum Plausch eingeladen wird. Berlin hat ja nur 3 ½ Millionen Einwohner – kann ja schon mal passieren so was! Zurück in der Wohnung gönnen wir uns ein gute-Nacht-Bier, erzählen noch was und erschrecken leicht, als wir irgendwann auf die Uhr gucken. Die Zeiger müssen irgendwie gegen 4 stehen geblieben sein…

Also gehen wir flott in die Heia… es ist auch an der Zeit Torstens riesige selbstaufblasbare Luftmatratze auszuprobieren. Sie bewährt sich –- wir schlafen wie die Babys! Leider auch wieder nur vier oder fünf Stunden. Naja, nach kurzem Frühstück geht’s Richtung Ku’damm zum Zocken.

Berlin, 17.11.2006, 12 Uhr, 13 Grad, bewölkt:
Wir finden einen netten Platz in der Nähe des KaDeWe, eine geschlossene Holz-Weihnachtsbude im Rücken, und legen los. Die Akustik ist wegen der Wand hinter uns super, aber die Leute wirken irgendwie gestresst und verdrossen. Plötzlich taucht allerdings ein weiteres bekanntes Gesicht auf. Moritz, Ex-Aachener Student, zückt seine Handy-Cam und fotografiert uns. Berlin ist ein Dorf! Das Bild und seine Reaktion kann man sich >>hier<< ansehen. Nach kurzer Unterhaltung, muss er allerdings weiter.
Wir haben nach insgesamt eineinhalb Stunden und lediglich 47 Euronen auch keine Lust mehr -– immerhin haben wir einer Konzertveranstalterin eine Karte mitgegeben, wer weiß, was da noch geht.

Da wir heute noch in Hamburg erwartet werden, fahren wir zu Matze und Anne zurück, bedanken uns für Unterkunft und abendliche Rundführung, packen unsere Sachen und machen uns auf den Weg in Deutschlands größte Hansestadt.

Abschiedsgepose in Berlin mit Matze -- leider ohne Anne
22.11.06 23:02
 
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