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ABENTEUER OMA

Es gibt so einige Stories, die mir schon lange unter den N?geln brennen, um sie euch zu erz?hlen. Eine davon spielt im Fr?hjahr 2005 in Amerika. Zum besseren Verst?ndnis solltet ihr aber VORHER nochmal >>diesen Eintrag<< lesen, oder gleich die ganzen vorangegangenen Amerika-Reisberichte (siehe links unter "Unterwegs"). Jedenfalls habe ich euch bisher die Woche in New Hampshire vorenthalten.

F?r mich war es eine sehr sch?ne Woche, in der ich viel Zeit hatte einige meiner Verwandten wiederzusehen. Wetterm??ig war es sehr kalt, ?berall lag Schnee, aber meist bei strahlendem Sonnenschein und blauen Himmel.
Ich konnte jederzeit den Wagen meiner Grammy nehmen, bin damit durch die Gegend ged?st und habe noch die ein oder andere Besorgung in Manchester -- der n?chsten gr??eren Stadt -- gemacht (mein Konto hat mir ?brigens meine Reise- und damit verbundenen Shoppings?nden Anfang des Jahres immer noch nicht komplett verziehen!).
Aber die erz?hlenswerteste Story ereignete sich definitiv ganz zum Schluss:

DIE R?CKREISE NACH DEUTSCHLAND MIT MEINER OMA
F?r Sonntag den 06. M?rz war mein R?ckflug von Boston via New York nach Br?ssel gebucht, dessen zweite H?lfte ich euch ja bereits im oben erw?hnten Beitrag berichtete.
Also, ich fliege nach Hause. Mit meiner Oma (die kaum was sehen kann und im Rollstuhl sitzt). Packe meine Koffer und nehme mit... einen Lampenschirm.
Lampenschirm???
Ja, einen Lampenschirm!
Den Schirm von einer gro?en Stehlampe!
Ich ?bersetze euch mal sinngem?? unseren diesbez?glichen Wortwechsel:
"Omma, wir nehmen keinen Lampenschirm mit in den Flieger!"
"Aber, deine Mutter hat gesagt, dass sie nirgends in Deutschland einen solchen Schirm hat finden k?nnen. Ich nehme ihn als Handgep?ck mit."
"Omma, der passt doch in kein Gep?ckfach."
"Dann nehme ich den eben auf den Scho?."
"Aha, du nimmst ihn also die ganze Zeit auf den Scho??! F?r den Lampenschirm bist dann aber DU ganz alleine verantwortlich -- ICH werde den jedenfalls nicht nehmen."
"OK."

Mit dem Lampenschirm in der einen und meiner Oma an der anderen Hand, betrat ich dann den Flieger. Der Rollstuhl musste leider vor der Flugzeugt?r stehen bleiben und die wenigen Schritte bis zum Sitz konnte sie nur mit M?he und Not gehen und daf?r ben?tigte sie viiiiel Zeit. Die Stewardess schaute zuerst fragend auf den Lampenschirm in MEINER Hand und nachdem wir ihn in der Garderobe der ersten Klasse verstaut hatten (weil er ja in keines der regul?ren Gep?ckf?cher passte), meinte sie dort nur mitleidig zu mir: "Ich wei? nicht f?r wen diese Reise beschwerlicher ist -- f?r Sie oder ihre Gro?mutter!"
Naja, aber es hat auch seine Vorteile mit seiner seh- und gehbehinderten Oma unterwegs zu sein. ?berall wird man sehr zuvorkommend behandelt, man darf als erster in den Flieger einsteigen und bekommt in der Regel die vordersten Pl?tze mit viel Beinfreiheit. Aber der spannendste Teil der Reise lag eigentlich schon hinter mir --

DIE FAHRT ZUM FLUGHAFEN
Eigentlich sind meine Grammy und ich davon ausgegangen, dass mein Cousin Matthew uns am besagten Sonntag zum 80km entfernten Flughafen nach Boston fahren w?rde. Am Tag vor der Abreise wurde ich aber gleich morgens eines besseren belehrt, nachdem mich ein lautes "Daaaaaaaave!" aus meinen Tr?umen gerissen hatte.
"Dave, Matthew kann uns nicht zum Flughafen fahren, weil er ?ber's Wochenende auf einer Fortbildung ist!", rief meine Oma in heller Aufregung.
"Es kann uns doch bestimmt einer meiner vielen anderen Cousins oder Cousinen fahren, oder?", entgegnete ich ruhig.
Dieser Vorschlag stand f?r meine Oma allerdings nicht zur Diskussion, da heftiger Schneefall eingesetzt hatte und sie sich auf den rutschigen Stra?en nicht in die Obhut eines unerfahrenen Fahrers begeben wollte. Auch eine Busfahrt war ausgeschlossen, da jedes Ein-, Aus- und Umsteigen eine Tortur f?r meine Gro?mutter ist.
"Ich habe heute morgen s?mtliche Fahr- und Shuttle-Services angerufen, die einen an der Haust?r abholen. Nur noch ein einziger war noch verf?gbar!", kl?rte meine Oma mich auf.
Na also. Reicht doch! Mehr als eine Fahrgelegenheit brauchten wir doch eh nicht. Stutzig wurde ich nur bei dem Preis von 125$! Halsabschneiderei dachte ich mir. Aber naja, da es ja meine Oma war, die sich nicht von meinen j?ngeren Cousins fahren lassen wollte, hat sie gleich anstandslos zugesagt die Kosten daf?r zu ?bernehmen.
Alle Probleme schienen wieder aus der Welt ger?umt. Bis zum n?chsten Morgen jedenfalls, und an dem war gar nichts ger?umt. Zumindest nicht die lange Einfahrt zum Haus, die man nach einer verschneiten Nacht unter der wei?en Schicht nur noch erahnen konnte.
Ich m?chte gar nicht wissen bei welchem Wert der Blutdruck meiner Oma lag, als ich ihr am Morgen unserer Abreise berichtete, dass die Einfahrt nicht sonderlich passierbar auss?he. Noch weniger will ich wissen in welchen Sph?ren er sich befand, als ich ihr einige Zeit sp?ter dann noch mitteilen musste, dass der Nachbar mit dem R?umfahrzeug auf der H?lfte eben jener Einfahrt stecken geblieben war und nun dort den Weg f?r gr??ere Fahrzeuge versperrte. Blutdruck hin oder her, es blieb uns nichts anderes ?brig als das ganze Gep?ck im Wagen meiner Oma zu verstauen und so zu versuchen zum anderen Ende der Einfahrt zu gelangen. Um eine lange Geschichte kurz zu machen: es klappte. Alles w?rde gut werden. Und es wurde gut!
Der Wagen der uns zum Flughafen abholte traf n?mlich kurze Zeit sp?ter ein und der Fahrer h?tte mit Sicherheit Schwierigkeiten gehabt, die halb verschneite, halb vereiste, halb versperrte Einfahrt zu passieren. Denn der Wagen war gro? lang. Aber >>SEHT SELBST!<<

Unsere eigene Stretch-Limo samt Fahrer, Fernseher und Minibar. Juchuh! Jetzt ging mir auch ein Licht auf, warum das ganze Unterfangen ein wenig kostspieliger ausgefallen war. Astrein Omma!
Ich muss schon sagen, das Beste daran sind die verdunkelten Scheiben.
Es macht einfach Spa? aus den get?nten Fenstern zu schauen und die angestrengten Blicke der vorbeifahrenden Leute zu beobachten, wie sie vergeblich zu erkennen versuchen, welcher Promi sich wohl dahinter verbirgt.
W?hrend unser Fahrer Patrick den Wagen sanft die Highway runtersteuerte, fragte ich mich nur, ob die Gaffer wohl das Wei? meiner Z?hne -- auf Grund meines nicht enden wollenden Grinsens -- durch die dunklen Scheiben aufblitzen sehen w?rden?! Wenn die gewusst h?tten, dass sich dahinter nur ein Student aus Deutschland mit seiner Oma und einem Lampenschirm befinden...

[Das ganze dazugeh?rige Fotoset gibt es >>HIER<< zu sehen.]
7.10.05 00:46
 
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