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AHMADINEDSCHAD KOMMT NACH DEUTSCHLAND...

...wenn Iran die Vorrunde der WM schafft. So berichtet's uns heute Spiegel-Online.
Ich verstehe die Aufregung nicht so ganz. Ist doch DIE Gelegenheit für die deutsche Regierung den Holocaust-Leugner offiziell zu empfangen, um dann gleich die Besichtigung eins der ehemaligen deutschen Konzentrationslager im Programm des Staatsbesuches festzulegen.

Ich muss ungefähr zwölf gewesen sein, als mein Vater mit meinem nächstjüngeren Bruder und mir in >>diesem Fahrzeug<< für ein Wochenende nach München fuhr. Zu dem Zeitpunkt hatte U2 gerade Elvis auf Platz zwei meiner absoluten Lieblingsmusiker verwiesen und so dudelte -- wir hatten damals noch kein Autoradio -- aus einem solchen Gerät non-stop Where The Streets Have No Name, But I Still Haven't Found und With Or Without You vom Band. Zurückspulen, nochmal hören. Und nochmal zurückspulen und...
Wir waren guter Dinge, schauten uns in München das Olympia-Stadion an, aßen Weißwurst und fuhren gleich am ersten Tag nach unserer Ankunft zur KZ-Gedenkstätte Dachau. Besonders hängengeblieben ist mir die Foto-Ausstellung samt dazugehöriger Beschreibungen der grausamen, medizinischen Versuche, die an KZ-Häftlingen durchgeführt wurden.
Danach waren meinem Bruder und mir sämtliches Interesse und Lust auf jegliche weiteren Besichtigungen oder Erlebnisse an dem Wochenende vergangen. Wir waren dermaßen erschüttert und niedergeschlagen (ich weiß nicht, ob wir vielleicht auch noch etwas zu jung für diese Eindrücke waren?), dass mein Vater noch am gleichen Tag die Zelte mit uns streichen musste und verfrüht den Heimweg antrat.

Naja, ob der Besuch einer KZ-Gedenksätte ähnliche Auswirkungen auf den Herrn Ahmdinedschad hervorrufen würde, mag stark bezweifelt werden. Sollte er jedoch tatsächlich anschließend den Holocaust als historische Tatsache akzeptieren, müsste sich die deutsche Regierung wohl auf die umgehenden Forderungen nach einer Verlegung Israels auf deutschen Boden gefasst machen. Sehr aufschlussreich und interessant fand ich jedenfalls >>dieses aktuelle Interview mit dem iranischen Präsidenten<< (Lesepflicht!), das meines Erachtens nach vor allem zeigt, dass ein kranker Kopf und Intelligenz kein Widerspruch sein müssen. Sehr bezeichnend finde ich auch die dementsprechend kontrovers ausfallenden Leserbrief-Reaktionen dazu.
3.6.06 22:47
 
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